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Mortimer Barten Leben und Leben lassen

Mortimer Barten

Leben und Leben lassen

(Geschätzte Lesezeit: 1 - 2 Minuten)

Die Frau als das schwache Geschlecht, hä? Sexismus im Alltag erkennen wir selten, weil wir ihn so gut kennen. Er ist uns vertraut. Er ist gesellschaftlich integriert und anerkannt. Das Paradoxe daran: Gerade alleinerziehende Mütter sind verdammt stark. Erziehung, Lebensunterhalt, ein bißchen Leben und noch mit Vorurteilen kämpfen. Sperrige Dachboxen gehören da eher zu den sekundären Herausforderungen.

Abgesehen davon, dass ich als Mann genau so ein Anrecht auf die Leichtgängigkeit des Verschlussmechanismus gängiger Transporthilfen habe. Oder bietet der Inserent vielleicht extra sperrige, widerspenstige Dachboxen an, anhand derer ich meine Männlichkeit unter Beweis stellen kann, oder sogar muss?

So trivial wie dieses Beispiel scheint, so zeigt es doch dass viele Männer Angst vor Frauen haben. Angst vor Frauen, die selbstbestimmt und unabhängig sind, die sich nicht unterkriegen lassen, die mit Werkzeug und Dachboxen umgehen können und ganz nebenbei die Kinder großziehen. Am schlimmsten ist es, wenn sie dabei noch Spaß am Leben haben. Der Begriff "Lebemann" ist eher positiv belegt. Das äquivalent für eine Frau mit dem Lebensstil eines Lebemanns ist "Schlampe" oder so ähnlich, weil es nicht in unser gängiges Gesellschaftsbild passt. Es ist Zeit zum Umdenken. Denn im Ernst, wie soll eine alleinerziehende Mutter ihrem kleinen Sohn vermitteln, was ein echter Mann ist, wenn sie nicht mal eine Dachbox montieren kann? Das können wir ihr also ruhig zutrauen, finde ich.  

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